EDITORIAL des IPB-Newsletters 06/02

Patent-Potenzial stärker nutzen

Hamburg | 21.02.2006 | Loop | ca. 5.000 Zeichen

Eine von der IP Bewertungs AG (IPB) im Jahr 2005 in Auftrag gegebene Studie hat ergeben, dass kaum ein deutsches Unternehmen das Potenzial seines Patent-Portfolios vollständig ausschöpft. Insbesondere Patente, die nicht zum Kerngeschäft eines Unternehmens gehören, werden oft nur stiefmütterlich beworben oder erst gar nicht zur Lizenzierung angeboten. Teilweise werden selbst offensichtliche Patentverletzungen, also unrechtmäßige Nutzungen patentierter Innovationen durch Wettbewerber, nicht weiterverfolgt, da sich das Unternehmen selbst mit dem hieraus resultierenden Rechtsstreitigkeiten nicht belasten möchte. Nach Ansicht der IPB entgehen hierdurch insbesondere innovativen Mittelständlern jedes Jahr mehrere Millionen Euro.

Warum ist das so?

Die zunehmende wirtschaftliche Bedeutung von immateriellen Vermögensgegenständen, zu denen auch Patentrechte gehören, macht eine besondere Betrachtung dieser Werte notwendig. Im Fokus der Analyse des Patentbestandes sollte dabei der wirtschaftliche Wert liegen, da in den globalen (Technologie-) Märkten Patente immer öfter zu kritischen Erfolgsfaktoren der Unternehmen werden. Auf Basis einer wertorientierten Analyse ließen sich nicht nur zukünftige Investitionen in geistiges Eigentum besser steuern, sondern vor allem die Renditen aus dem vorhandenen Bestand - zum Teil deutlich - erhöhen.

Zwar werden in vielen Unternehmen bereits zahlreiche Daten erhoben, doch werden diese oft nicht weiter beachtet, so das Ergebnis einer Studie über die so genannten CFOs (Chief Financial Officers) der IBM Business Consulting Services, über die das Handelsblatt am 16.02.2006 berichtete. Demnach wurden weltweit 900 Finanzvorstände über ihre Möglichkeiten, das Unternehmen effizient zu steuern, befragt. Insbesondere die Antworten der europäischen Finanzvorstände ernüchterten dabei: Über 70 Prozent können demzufolge nicht in der Datenflut diejenigen Informationen identifizieren, die für Wachstum und Profitabilität des Unternehmens wirklich wichtig sind.

Die für unsere Studie verwendete Stichprobe ergab ein etwas "freundlicheres" Bild: Meist kannten die Verantwortlichen in Forschungs- und Patentabteilungen, teilweise sogar in der Geschäftsführung, den Wert der Schutzrechte für die eigene Wettbewerbsposition und das eigene Wachstum. Jedoch nur sehr selten kannte jemand den Wert, der sich durch eine (zusätzliche) Lizenzierung ergeben würde. Dies galt im besonderen Maße für Erfindungen und technische Verbesserungsvorschläge von Arbeitnehmern, die nicht in der Forschung und Entwicklung beschäftigt waren sowie Erfindungen, die nicht zum Kerngeschäft gehörten. Diese waren zwar Teil des Portfolios, gerieten jedoch nur selten in den Fokus der handelnden Personen.

Wissen ist eine Sache, Handeln eine andere.

Selbst wenn Patente als "Schätze" erkannt werden, scheitert die aktive Patentverwertung oft an einem internen Ressourcenmangel, da sie in der Regel immer mit einem hohen Kosten- und Zeitaufwand verbunden ist. Deshalb führen bei entsprechenden Investitionserwägungen oft der Risiko-Aspekt oder die Konzentration auf das Kerngeschäft zum Abbruch der Bemühungen.

Die IPB hat nun ein umfassendes Dienstleistungsangebot entwickelt, welches es Mandanten ermöglicht, selbst große Patent-Portfolios mit minimalem finanziellen Aufwand hinsichtlich des externen Lizenzierungspotenzials zu analysieren und die als besonders aussichtsreich identifizierten Patente rein erfolgsabhängig vermarkten zu lassen. Wie in einem Baukasten sind dabei einzelne Leistungen verschieden kombinierbar. So findet aktuell insbesondere die risikolose Patentverwertung bei Unternehmen großen Anklang, führt sie doch ohne eigene Mehrarbeit zu zusätzlichen Erträgen.

Durch unser breit aufgestelltes Netzwerk aus Lizenzexperten und international agierenden Fachleuten des gewerblichen Rechtsschutzes ist es der IPB möglich, Patente, falls es der Schutzumfang hergibt, weltweit zu vermarkten oder auch erfolgreich durchzusetzen.

Wichtigste Voraussetzung für den Erfolg ist jedoch ein interessantes Patent bzw. eine interessante Patentanmeldung. Ob sich ein Schutzrecht für eine erfolgsabhängige Vertretung anbietet, prüft die IPB in einem - bei Einzelpatenten für den Patentinhaber vollkommen kostenfreien - Patent-Check. Aus dem Ergebnis dieser Prüfung resultiert ebenfalls die Gestaltung der Konditionen. Da schwer verwertbare Schutzrechte mehr Kapital und Zeit benötigten, variieren die Konditionen entsprechend der Qualität erheblich. Aus Sicht der IPB gilt: Einige Patente lassen sich schnell verwerten, andere nie.

IPB startet KEINEN Wettlauf mit "klassischen" Patentverwertern.

Die IPB führt nur in Ausnahmefällen selbst eine Patentverwertung durch. Wir sorgen vielmehr dafür, dass der jeweils für das Fachgebiet beste Lizenzexperte zum Zuge kommt, bezahlen dessen Rechnung und organisieren den systematischen Ablauf des Verwertungsprozesses, wie eine externe Patentabteilung. Somit ist das Angebot auch für Patentverwerter und (Patent-) Anwälte interessant, die zwar Zugang zu spannenden Innovationen haben, jedoch fürchten, rein erfolgsabhängig tätig zu werden.

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