EDITORIAL des IPB-Newsletters 06/12
Patent Select I: Investieren in Patente
Hamburg | 14.12.2006 | Lipfert | ca. 2.200 ZeichenDer internationale Handel von Patenten und Patentlizenzen hat auch im Jahr 2006 weiterhin zugenommen. Konservative Prognosen gehen davon aus, dass in diesem Jahr insgesamt rund 300 Mrd. US-Dollar weltweit für Patentlizenzen gezahlt wurden. Bereits 2010 sollen Schätzungen zufolge weltweit bis zu 500 Mrd. US-Dollar für Patentlizenzen gezahlt werden. Darin noch nicht enthalten sind die Einnahmen die aus Patentverletzungsklagen resultieren. Spektakulärster Fall dieses Jahr war sicherlich die erfolgreiche Patentklage von NTP gegen den Blackberry-Hersteller Research In Motion, die dem Patentverwerter insgesamt 612,5 Millionen US-Dollar einbrachte (mehr dazu in unserem Newsletter 03/06).
Wesentliche Treiber der Dynamisierung des Verwertungsgeschäftes sind neben der stetigen Zunahme von Patentanmeldungen und der weiterhin steigenden Bedeutung von immateriellen Wirtschaftsgütern gegenüber den materiellen, auch insbesondere die immer effizienter arbeitenden Patentbewertungsverfahren sowie die zunehmende Anzahl von Patentmaklern. Diese arbeiten teilweise rein erfolgsabhängig, so dass immer mehr Firmen bereit sind ihre Patente am Markt zur Lizenzierung anzubieten oder sich über diese "Technologie-Scouts" neue Technologien unverbindlich vorstellen zu lassen.
Angesichts der erheblichen Zahlungsströme, die nunmehr mit Patenten generiert werden, rücken sie zunehmend auch in den Fokus des Kapitalmarktes. Die Deutsche Bank reagierte auf diesen Trend und beauftragte die IPB den ersten, geschlossenen Patentverwertungsfonds zu bestücken - den sogenannten "Patent Select I", der aus zwölf klar definierten, aussichtsreichen Patentfamilien bzw. Patentportfolios besteht.
Nach seiner Bestückung mit Patenten im August und der anschließenden Prüfung durch das Bundesaufsichtsamt für das Finanzwesen im folgenden Monat, wurde dieser Fonds im Oktober und November am Kapitalmarkt platziert. Das große Interesse der Investoren sorgte dafür, dass der Patent Select I nicht nur im Volumen von 24,5 Mio. Euro platziert wurde, sondern zahlreiche Nachfragen nicht befriedigt werden konnten.
Aufgrund dieses großen Nachfrageüberhangs plant die Deutsche Bank einen zweiten Patentverwertungsfonds, für den die IPB erneut die Patente auswählen wird. Die Platzierung ist für das zweite Quartal 2007 vorgesehen. Wenn Sie mehr dazu erfahren möchten, wenden Sie sich bitte an einen unserer Berater.
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